Artur Schober

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Jägerndorf war eines der Zentren der Arbeiterbewegung. Hier wurde 1913 Artur Schober geboren. Als junger Mann schloss er sich der Sozialdemokratie an. Später war er auch aktives Mitglied der Republikanischen Wehr. Schon in den Frühzeiten der Arbeiterbewegung hatte es Ordner zum Schutz von Veranstaltungen gegeben. Später formierten sich diese Ordner zu losen Gruppen, die landläufig als Rote Wehr bezeichnet wurden. Als es in den 30er Jahren immer häufiger zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit den Nationalsozialisten kam, wurden diese Ordnergruppen zur Republikanischen Wehr zusammengefasst. Dieser Organisation sollte später eine wichtige Rolle zukommen, denn sie half und schützte bei der Flucht sozialdemokratischer Familien aus dem Sudetenland nach dem Münchener Abkommen. Schober flüchtete vor den Nazis nach Schweden und stand hier in engem Kontakt mit der Führung der sudetendeutschen sozialdemokratischen Emigration unter Wenzel Jaksch in London. Jaksch stemmte sich gegen die Pläne der tschechoslowakischen Exilregierung und der Alliierten für eine Vertreibung aller Sudetendeutschen nach dem Krieg. Jaksch wollte demonstrieren, dass es einen starken sudetendeutschen Widerstand gegen die Nazis gibt und schickte mehrere Geheimmissionen ins Sudetenland. In einer solchen sollte Schober mit einem Gefährten per Boot über Dänemark nach Deutschland gelangen. Die beiden wurden aber bereits in Dänemark verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt. Nach Kriegsende kehrte er nach Schweden zurück, ließ sich dann aber in Deutschland nieder, wo er sich führend für die Seliger-Gemeinde engagierte.


Artur Schober pocházel z Krnova. Byl aktivním členem sociální demokracie a později patřil k Republikánské obraně. Před nacisty uprchl do Švédska. V roce 1944 byl vyslán na tajnou misi do Sudet, byl však zatčen už v Dánsku. Zbytek války strávil v koncentračních táborech. Nejprve se vrátil do Švédska, později se přestěhoval do Německa, kde se angažoval pro Seligerovu obec.

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