Alois Ullmann

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Alois Ullmann stammte aus Tuppelsgrün. Er sollte aus zwei Gründen zu einer der wichtigstem Persönlichkeiten der sudetendeutschen Sozialdemokratie werden. Ullmann war überzeugter Sozialdemokrat. Er war vor allem aber einer der führenden Funktionäre des Arbeiter-Turn- und Sportverbands. In den 1880er Jahren hatten sich junge Arbeiter zu eigenen Turnvereinen zusammengeschlossen. Hieraus erwuchs bis zum Ersten Weltkrieg eine eigene Turn- und Sportorganisation, die große Massenturnfeste durchführte. Zunehmend wurde nicht nur geturnt, sondern auch Sportarten betrieben. Der Verband zählte auch eigene Sparten für Wintersport, Wassersport und Fußball. Ullmanns Aufgabe war es, die Geschäfte des Verbands zu führen. Diese Funktion machte ihn zur Zielscheibe der Nationalsozialisten. Aus diesem Grund floh er 1938 zunächst vor den Nazis ins Ausland, kehrte dann aber zurück. Er wurde verhaftet und ins Konzentrationslager Dachau verschleppt. Hier erlebte er die Gräuel der Terrorherrschaft. Ullmann überlebte und kehrte nach Kriegsende in seine Heimat zurück. Er leitete dann in der Folge die organisierte Aussiedlung sudetendeutscher Antifaschisten. Diese Transporte wurden als „Aktion Ullmann“ bezeichnet. In seiner neuen Heimat engagierte sich Ullmann in SPD und Seliger-Gemeinde.


Alois Ullmann pocházel z Děpoltovic a byl předním funkcionářem sociálnědemokratického Dělnického tělocvičného a sportovního svazu, jenž po celé zemi provozoval nejrůznější sporty. Ullmann působil v organizaci jako generální tajemník. Navíc byl členem představenstva Německé sociálnědemokratické strany dělnické. Ullmann v roce 1938 emigroval před nacisty, ale vrátil se a byl zatčen. Byl deportován do koncentračního tábora Dachau. Po konci války se vrátil domů a během odsunu organizoval transporty antifašistů z Československa. V Bavorsku se zapojil do tamní sociální demokracie a angažoval se pro Seligerovu obec.

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